Kultur- und Heimatverein Radeburg e.V.

 

Das sollten Sie nicht verpassen!

                                                                                                                                                                                        

 
 

 

  

 

 

 

 

Die Veranstaltung war ein großer Erfolg!

Das mit großer Spannung erwartete nunmehr 14. Heft der Schriftenreihe zur Geschichte der Stadt Radeburg mit dem Titel „Zwei Kirchen, drei Friedhöfe und ein Kloster“ hatte im Ratssitzungssaal der Stadtverwaltung Radeburg seine öffentliche Premiere.

Nach einem herzlichen Willkommen durch den Vorsitzenden des Kultur & Heimatvereins Radeburg e. V., Jens Böhme, würdigte Pfarrer im Ruhestand Frank Seifert, der das Vorwort zu diesem Heft verfasst hat, in einleitenden Worten die erstmalige Zusammenschau und Verarbeitung verschiedenster historischer Quellen, auf deren Grundlage eine anschauliches und für den Leser beeindruckendes Mosaik zum Thema „Kirche in Radeburg“ entstanden ist.

Das - und darin waren sich alle Teilnehmer einig - ist vor allem auch für kommende Generationen wichtig, wenn es mit dem Blick auf die Heimatgeschichte um das „woher“ und  „wohin“ geht, wenn z. B. auch die fast ungläubige Frage nach einem Kloster in Radeburg gestellt wird.

Zur Einstimmung stellte Torsten Finn in Bild und Wort historische und aktuelle Bilder zur evangelischen Kirche, der katholischen Kapelle und den Friedhöfen vor, die von den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Stadtgeschichte recherchiert, zusammengestellt und bearbeitet wurden. Sie sind zum größten Teil textbegleitend im Heft enthalten.

Erinnert wurde u.a. an das Schicksal der Glocken der evangelischen Kirche, von denen z. B. 1942 die beiden kleineren zu Kriegszwecken eingeschmolzen wurden; 1963 erfolgte der Aufzug der neuen mittleren Glocke. Interessant zu erfahren war auch, dass ab 1950 die Läuteanlage mit Motor lief, heute geht alles über eine Einschaltautomatik. Mit dem Blick auf die jüngere Vergangenheit gab es auf diese Weise für viele Teilnehmer auch ein Wiedersehen mit Freunden und Bekannten, mit denen sie sich gemeinsam um Probleme bei Werterhaltungs- und Renovierungsarbeiten an der Kirche gesorgt haben.

Zu einem Höhepunkt gestaltete sich zweifellos der erstmals in digitalisierter Fassung vorgeführte und mit großem Interesse aufgenommene Film von Heinz Hauptmann zu den umfassenden Renovierungsarbeiten am Kirchturm in den Jahren 1983/84. Ironie der Geschichte: An Geld mangelte es weniger, aber am Material, und trotzdem wurde alles wunschgemäß fertig.

Eine der Botschaften an diesem Abend war auch - die Radeburger Kirche hat in der Folge weitergehender Renovierungsmaßnahmen und nicht zuletzt auch dank der Gestaltung ihres unmittelbaren Umfeldes 2013/14 ihr Gesicht vorteilhaft verändert und präsentiert sich heute als eine Kirche für jedermann, als eine gern aufgesuchte Stätte der Begegnung. Der Chor des Kultur & Heimatvereins Radeburg kann ein „Lied davon singen“, wenn es um das jährlich gutbesuchte gemeinsame Frühlingsliedersingen mit dem Kirchenchor geht.

Übrigens: Das Heft kann im Heimatmuseum sowie in den Einzelhandelsgeschäften Foto-Eulitz und Lederwaren-Weser für 6 Euro erworben werden.


Günter Andrä
                                                                                                                                                                                      

Nachlese zur Radtour des Kultur & Heimatvereins Radeburg e. V. am 28. August 2016

 

 


Die 13. Auflage der alljährlichen Radtour des Kultur & Heimatvereins Radeburg führte die Teilnehmer diesmal in Gebiete nördlich der Zillestadt.

Bei hochsommerlichen Temperaturen ging es nach dem Start an der Postmeilensäule mit einem „Jetzt erst recht“ zunächst zu einem Informationshalt an der altehrwürdigen und traditionsreichen „Schamotte“.
 
Vereinsvorsitzender Jens Böhme wusste viele interessante Einzelheiten aus der Geschichte und der Produktion der vormaligen Ton- Schamottewerke Radeburg, z. B. mit einem in den 1960er Jahren in Betrieb genommenem 60m langen Tunnelofen, zu erzählen.Dominiert hat damals und später noch die Handarbeit. Nach der Umbenennung der Firma 1990 in Töpferschamotte/Ofenkacheln GmbH Radeburg“ wurde
das ehemalige Werk 2, vormals Mitscherling, 1992 geschlossen. Das Werk 1 blieb noch bestehen und machte sich 1995 selbstständig und firmiert heute noch als „Schamottewerk Radeburg GmbH“.  Damit ist es
das einzige noch in Mitteldeutschland bestehende Schamottewerk und beliefert in Deutschland und europaweit Ofenbauer mit Schamottesteinen für Kachelöfen, Kamine und Backöfen. 

Durch Naunhof und vorbei am Schlosspark Lauterbach ging es weiter über Beiersdorf zu einem kurzen Stopp an der Talsperre Nauleis, die ehemals als Brauchwassertalsperre zur landwirtschaftlichen Bewässerung errichtet wurde und heute dem Hochwasserschutz, der Fischerei und Abflussregulierung durch Niedrigwasseraufhöhung dient.


          
           

Nächster Halt war die mit ihrem wuchtigen romanischen Turm erscheinende Kirche zu Niederebersbach, in
der es zu einer Begegnung mit Pfarrer Spindler kam.

           


Nach Informationen zur Geschichte der Kirche, insbesondere auch zur wechselvollen Geschichte des Glockengeläuts, ging es abschließend noch zur Besichtigung in den Glockenturm. 
 
Inzwischen hatte sich ein Lüftchen aufgemacht und voller Erwartung wurde nun über Freitelsdorf zur Teichwirtschaft Schönfeld geradelt. Dort erwartete uns schon der Chef, Fischwirtschaftsmeister Tilo Groß, mit frischen Bismarckhering-Brötchen und kühle Getränke waren auch im Angebot. In gemütlicher Runde sitzend war es ein Erlebnis, ihm zuzuhören, was er über den doch stolzen Berufsstand der Fischer, „seinen“ Betrieb und die Fische zu berichten wusste. Zu erfahren war auch, dass das traditionelle Abfischen in diesem Jahr
am 2. Oktober stattfindet.

Vor der interessanten Kulisse von Schönfeld ging es dann mit Blick auf Thiendorf vorbei an der Kienmühle nach Lötzschen weiter. Die anschließende Fahrt zwischen Großteich und dem Breiten Teich ist immer wieder ein Erlebnis, vor allem auch dann, wenn dort zahlreiche Vogelarten unüber-hörbar ihr „Stelldichein“ verbringen. 

Nach dem Weg Richtung Dobra und Krebsmühle wurde eine letzte Rast am „Schwedenstein“ eingelegt,
der an das Lager der Schweden 1706 bei Kleinnaundorf  im „Großen Nordischen Krieg“ erinnert.

Bei der Aussicht, das die nächste und letzte Station der Radtour Radeburg ist, waren die Hitze und alle Strapazen schnell vergessen - vorbei am Niederteich gung es in nun direkt zum Biergarten im „Deutschen Haus“. Schon nach dem ersten Schluck blühte der Flachs und Eindrücke und Erlebnisse der Tour waren
das bestimmende Gesprächsthema - und - 2017 gibt es die nächste Radtour!

Günter Andrä


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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